Ben More
Ben More © VisitScotland
Gruppengröße: min 9, max. 16
wanderprofil
Wanderprofil: 2

nicht geeignet für Personen mit eingeschränkter Mobilität
Wanderreise Mull


Highlights:
Tobermory, Ben More, Tavool House, Iona, Baile Mòr, Teanga Brideig, Glen Clachaig, Oban, Whiskydestillerie Oban


Wanderreise Isle of Mull


Isle of Mull – eine spektakuläre Insel, die in ihrer Schönheit wenig bekannt ist und unterschätzt wird. Ähnlich wie die Insel Skye ist sie aus dem vulkanischen Feuer vor 60 Millionen Jahren hervorgegangen. Das Gälische Wort ‚Mul’ bedeutet Hügel, was in Anbetracht des erhabenen Ben More mit seinen fast eintausend Metern Höhe eine schottische Untertreibung ist. Heute bietet die spärlich besiedelte Insel eine interessante Mischung aus spektakulären Bergen und faszinierenden Küstenregionen, Buchten mit kleinen Fischerdörfern und weiten Graslandschaften. Nicht zu vergessen die berühmte Pilgerinsel Iona im Westen. Von Tobermory aus, dem lebendigen Zentrum im Norden von Mull, werden wir unsere Erlebnisreise in diese großartige Welt am Rand von Europa starten.



Wir wohnen

  • in Tobermory in einem familiengeführten Hotel, ruhig gelegen im nördlichen Teil der Stadt. In wenigen Minuten erreichen Sie fußläufig den Hafen, wo Sie gemütlich an der Hafenpromenade entlang schlendern können.
  • in Oban wohnen wir in einem Mittelklassehotel in zentraler Lage. Einkaufsmöglichkeiten und der Strand von Oban erreichen Sie in wenigen Minuten zu Fuß.






Detaillierter Reiseverlauf
mit Fotos

- bitte hier klicken -









Tobermorry
Tobermorry

1. Tag


Individuelle Anreise nach Edinburgh. Der Sammeltransfer bringt uns nach Oban, von wo aus wir mit der Fähre nach Mull übersetzen. (A)











 

2. Tag


Im Frühjahr und Herbst, außerhalb der Wandersaison, liefern starke Stürme ein dramatisches Schauspiel an der wilden Westküste von Mull. Unsere erste Wanderung führt uns zuerst über einen Feldweg bis ans Meer. Dort eröffnet sich der Blick auf die Treshnish Isles, die Inseln Iona, Staffa, Gometra und Ulva sind am Horizont zu sehen. Auf unserem Weg nach Süden passieren wir die Rubh' a' Chaoll Insel, die unseren Wendepunkt in Richtung Osten markiert. Durch heidebewachsenes Moorland kehren wir nahezu zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung an der Straße. Hier zeigt sich noch einmal der schottische Stolz - ein simpler Stein aus Granit mit Inschrift erklärt die Eigentumsansprüche über das Land, das wir gerade unbemerkt durchwandert haben. (F,A)
(12 km, +-160 m, HA 60 m, GZ 4 Std.)




Whisky Destillerie
Loch Scridain © Visit Scotland

 

3. Tag


Von einem kleinen Parkplatz am Loch Scridain laufen wir durch Wald und später offenes Gelände nach Westen. Die Landschaft ist durch die vulkanische Aktivität des Ben More geprägt. Nach Tiroran House und Burg Farm erreichen wir schließlich die Küste. Hier erleben wir die ganze Welt der vulkanischen Aktivität vor sehr langer Zeit: "Stangen", "Flügelräder", "Ventilatoren" - in Stein gegossene geologische Geschichte der Insel umspült vom Meer. Wir laufen weiter in dieser großartigen Landschaft bis uns die Natur eine Grenze setzt. (F,A)
(20 km, +- 110 m, HA 80 m, GZ 6 Std.)




Whisky Destillerie
Whisky Destillerie

 

4. Tag


Zur freien Verfügung. Wir bieten eine Wanderung zum Leuchtturm Rubha nan Gall an. Von Tobermory aus laufen wir die Küsten entlang nach Norden, die Abbruchkante der Vulkanfelsen immer im Blick behaltend. Wir haben Ausblick auf die nördlichen, unerforscht bleibenden Berge von Mull. (5 km, +- 50 m, HA 20 m, GZ 1,5 Std.). Am Nachmittag bleibt Zeit z.B. für das charmante Mull Museum. Ebenso empfiehlt sich ein Besuch in der Tobermory Distillery mit einem Tasting. (F,A)





Ben More
Ben More © Visit Scotland

 

5. Tag


Ben More ist mit 966 m der höchste Berg der Isle of Mull und der einzige Munro auf der Insel. Wir starten in Dhiseig am Loch na Keal. Stetig steigend folgen wir einem Bach aus dem Massiv dieses beeindruckenden Berges bis zu einem Grat, der uns auf den Gipfel führt. Von dort haben wir bei gutem Wetter einen überwältigenden Blick auf das im Süden liegende Ross of Mull, die Inseln Iona und Staffa, sowie den alten Vulkan A'Chioch, der vor 60 Millionen Jahren durch den Vulkanismus diese Insel mit geprägt hat. - Die zu laufenden Höhenmeter liegen über dem Wanderprofil, doch ist der Weg einfach zu laufen und wir haben Zeit. Pausieren Sie heute, bietet Tobermory gute Möglichkeiten für Ihr individuelles Programm. (F,A)
(12 km, +- 961 m, HA ca. 150 m, GZ 5,5 Std.)




Iona-Abbey
Iona Abbey © VisitScotland

6. Tag


Ein Tag auf der Insel Iona. Nach der Fährpassage über den Sound of Iona und Ankunft in Baile Mòr laufen wir über kleine Straßen nach Süden, wo wir auf das wildere Iona treffen. Auf unserem Weg können wir bei stürmischem Wetter die Blowholes der Spouting Cave bewundern, bei der Meerwasser durch unterirdische Gänge gepresst wird und wie eine Fontäne im Inland wieder austritt. Wir folgen dem Pfad bis zum Port na Curaich - hier in der Nähe soll der Legende nach St Columba auf seiner Fahrt von Irland nach Mull gelandet sein. Auf unserem Weg zurück zum Hafen haben wir bei guten Bedingungen noch Gelegenheit, uns in der Gegend von Baile Mòr näher umzusehen. (F,A)
(12 km, +- 250 m, HA 180 m, GZ 4,5 Std.)




Steinbrücke bei Teanga Brideig
Steinbrücke bei Teanga Brideig

 

7. Tag


Unsere Wanderung startet bei Teanga Brideig im Südosten des Ben More Massivs an einer alten Steinbrücke, die einst die alte, noch heute sichtbare Straße von Craignure nach Fionnphort über einen Bach führte. Diesem folgen wir nach Norden hangaufwärts, bis wir über das in der letzten Eiszeit entstandene Hängetal Allt Teanga Brideig zum Pass gelangen. Von dort haben wir einen großartigen Blick auf die Gipfel des Ben More sowie den Grat und den dunklen Kegel des A'Chioch. Im Norden öffnet sich das Tal Glen Clachaig vor uns, über das wir absteigen, den Fluss Clachaig überqueren und viel tiefer, wieder auf Meereshöhe angekommen, das Ufer des Loch Ba erreichen. Die letzten drei Kilometer legen wir auf einem breiten Pfad am Südufer des Loch bis zur kleinen Siedlung von Knock zurück. (F,A)
(12 km, +-250 m, HA 100 m, GZ 4,5 Std.)




Fähre von Oban © VisitScotland
Fähre von Oban © VisitScotland

 

8. Tag


Nachdem wir Mull wieder verlassen, haben wir Zeit, uns im Hafenort Oban umzusehen, der mit seinen alten Häusern zum Bummeln einlädt. Tagsüber besichtigen wir eine Destillerie. Abends essen wir in einem typisch schottischen Pub, was die Reise sehr schottisch abrunden wird. Man weiß nie genau, auf welche interessanten und sehr kommunikativen Menschen man dort treffen wird. (F,A)






Oban
Oban © Visit Scotland

 

9. Tag


Nach einem gemeinsamen Frühstück fahren wir zurück zum Flughafen Edinburgh.(F)










 

Tobermory-2
Tobermory © Visit Scotland/Paul Tomkins

Tipps für eigene Entdeckungen


  • Iona Abbey
  • Leuchtturm Rubha nan Gall
  • Tobermory Distillery
  • Mull Museum
  • Wildlife Watching
  • Mull Aquarium





Leistungen


  • 8 Übernachtungen in Mittelklassehotels
  • Verpflegung lt. Programm – 8x Frühstück (F), 8x Abendessen (A)
  • 1 Abendessen im schottischen Pub am letzten Reisetag (Oban)
  • geführte Wanderungen und Ausflüge lt. Programm
  • alle Transfers an Tagen mit festem Programm, inkl. Fährfahrt nach Iona
  • jeweils ein Flughafensammeltransfer am An- und Abreisetag, inkl. Fährfahrt nach Mull
  • ortskundige, deutschsprachige Reiseleitung
  • Tag zur freien Verfügung - Tipps und Organisationshilfe durch die Reiseleitung
  • auf Anfrage halbe Doppelzimmer buchbar bis 8 Wochen vor Reisebeginn, kommt eine weitere Person hinzu, erstatten wir den Einzelzimmerzuschlag
  • Dreibettzimmer buchbar auf Anfrage
  • kleine Gruppengröße - maximal 16 Teilnehmer, Durchführung bereits ab 9

    Nicht enthaltene Leistungen:
    An-/ Abreise nach/ ab Flughafen Edinburgh (optional zubuchbar), nicht oben genannte Verpflegung, evtl. anfallende Visakosten für Nicht-EU-Bürger, Aktivitäten am Tag zur freien Verfügung und außerhalb des ausgeschriebenen Programms, Trinkgelder

    Änderungen des Reiseverlaufs aufgrund des Wetters oder unvorhergesehener Ereignisse bleiben dem Reiseleiter vorbehalten.
 

Termine & Preise


Code

Zeitraum

Preis

Status

MWW1

22.06.–30.06.2019

auf Anfrage

MWW2

13.07.–21.07.2019

auf Anfrage

MWW3

03.08.–11.08.2019

auf Anfrage


Reise ist buchbar

Es haben bereits Teilnehmer gebucht

Die Mindestteilnehmerzahl ist zu 50% erreicht 

Es fehlen nur noch 1 - 2 Gäste bis
zur Mindestteilnehmerzahl
Durchführung garantiert

Nur noch wenige Plätze frei 

Reise ist nicht mehr buchbar
  



alle Preise pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage

Durchführung unter Mindestteilnehmerzahl möglich als Kleingruppe

wanderprofil

Buchung

Diese Reise ist zur Zeit noch nicht buchbar!

Wenn Sie Fragen zu dieser Reise haben, dann kontaktieren Sie uns bitte über unser Anfrageformular.

Visa- und Einreisebestimmungen




Lismore Leuchtturm
Lismore Leuchtturm

An- & Abreise


Flüge nach Edinburgh

a) Lufthansa

direkt ab Frankfurt, Zubringerflüge ab Leipzig, Dresden

b) KLM

mit Umstieg in Amsterdam (bitte auf min. 1,5 h Umstiegszeit achten!), ab Frankfurt, Düsseldorf, München, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Hannover

Wir beraten Sie gerne über mögliche Flugstrecken und deren Preise.

CO2-Kompensation: https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/flug


Bahnanreise zum Flughafen - RIT

Bis 350 km: 75,- € hin & zurück / 37,- € einfach (2.Kl.). ,
ab 351 km: 115,- € hin & zurück / 57,50 € einfach (2. Kl.)

Sammeltransfer

Am Anreisetag um ca. 13:30, Rückreise um ca. 09:00, Rückflüge ab EDI frühestens ab 15:30 erreichbar.

Bitte beachten Sie diese Zeiten, wenn Sie Ihre Flüge selbst buchen!
Bei Flugzeitenänderung können die Transferzeiten angepasst werden.




Kundenmeinungen


"Die Reise nach Mull war eine tolle Erfahrung. Es hat alles gepasst, die Gruppe, die Wanderungen, die Unterkunft...sogar das Wetter war gut zu uns. Aki als Guide...einfach super! Wir sagen nur: Warum eine Brücke nehmen wenn es auch Matsch gibt..."
Claudia und Ralf


Mir hat die Reise nach Mull sehr gut gefallen. Wie immer war alles Top organisiert. Ein großes Lob gilt auch unserem Taxifahrer, der uns auf charmante Weise die Eigenheiten der Einheimischen nahegebracht hat. Und es hat ihm auch nichts ausgemacht, wenn er mal auf uns eine halbe Stunde warten musste, da wir aufgrund der Temperaturen doch etwas ins Bummeln geraten sind. Ich kann diese Reise nur jedem empfehlen, was ich in unserem Freundeskreis auch schon getan habe. (weiterlesen)


Ein besonderes Lob möchte ich über die Küche in unserem Hotel los werden. Die Betten in den Zimmer könnten zwar mal neue Matratzen vertragen (man spürte leider bei jeder Bewegung die alten Federn) aber das Frühstück und das Abendessen wir wirklich sehr gut. Eine tolle Lösung, daß man beim Abendessen aus der Menükarte sein Gericht aussuchen konnte. So hat man spontan entscheiden können, ob man Fisch oder Fleisch oder doch etwas von der wechselnden Tageskarte will. Ich kann die Lachsgerichte nur empfehlen!

Natürlich war es ein glücklicher Zufall, daß wir eine Woche lang keinen einzigen Regentropfen abbekommen haben. Dadurch waren alle Wanderung ziemlich schweißtreibend.

Mein persönliches Highlight war die erste Wanderung. Eine Wanderung, bei der uns alles gezeigt wurde was Mull zu bieten hat. An Schafen und Kühen ging es vorbei in Richtung Küste. Dann ein Teilstück an der Küste entlang mit Ausblick aufs Meer und den Ben More. Bei einer gemütlichen Mittagspause durften wir sogar einen kurzen Blick auf einen Adler über uns werfen. Danach ging es einen kleinen steilen Anstieg empor und man befand sich in einem Hochmoor.
Einsam ging es auf leicht feuchten Wegen durch die Landschaft. Die Stille an solchen Orten ist immer wieder ein Erlebnis für sich. Wir sind an einem einzigen Haus vorbei gekommen, das sich weiß strahlend gegen den blauen Horizont abgezeichnet hat. Das letzte Stück zu unserem Bus mussten wir auf einer Straße entlang gehen. Dort hatten wir das klassische Bild überhaupt vor Augen... Eine Brücke auf der mehrere Schafe den Durchgang blockiert haben.

Bei der zweiten Wanderung musste man ein ziemlich langes Stück auf einer Feldweg-ähnlichen Straße entlang wandern, um an das eigentliche Ziel zu gelangen. Bei prallen Sonnenschein doch ziemlich anstrengend.
Aber der Küstenabschnitt, an dem es dann entlang ging, belohnte diese kleinen Strapazen mit einem äußerst interessanten Ausblick auf Lavaformationen, die so nur sehr selten vorkommen. Man hat sogar das Glück, an versteinerten Bäumen vorbei zu kommen, die bei Ebbe sehr gut zu sehen sind. Geologisch gesehen ist diese Tour ein Muß. Stellenweise geht es auf einem sehr schmalen Steig am Hang entlang, so daß Menschen, die etwas Probleme mit der "Höhe" haben, eventuell Überwindung brauchen da entlang zu gehen. Mir persönlich gefallen genau solche Wege, da sie meist etwas einsamer sind.
Zurück ging es auf dem gleichen Weg, da war unsere Gruppe dann auch schneller unterwegs, denn jeder wußte, was auf einen zukommt.

Der freie Tag am dritten Tag kam genau richtig um die müden Muskeln und Gelenke nach der langen Tour am Vortag zu entspannen. Tobermory ist wirklich ein kleines sehenswertes Städtchen. Man kann gemütlich von Kaffee zu Pub schlendern ohne in Hektik oder Stress zu verfallen. Der Besuch der Destillerie lohnt sich auf jeden Fall. Dort durfte ich kennen lernen, daß selbst mir ein etwas rauchiger Whisky schmecken kann.
Links daneben gibt es einen Pub, bei dem man unbedingt vorbei schauen sollte. Der kleine Pub im rechten Bereich des Gebäudes ist innen sehr nett eingerichtet. Alles aus Holz, sehr nett zusammengestellt.

Wir waren an diesem wieder mal sonnigen Tag natürlich draußen gesessen. Mit Blick auf den Hafen kann man dort schon die Zeit vergessen.

Am vierten Tag wartete auf uns der Ben More. Eine richtige Gipfeltour. Ein Munro. Sanft aber stetig ging es bergauf. Mal durch Graslandschaft, mal auf sehr steinigen Wegen. Im oberen Bereich wird er ziemlich schottrig und ein wenig steil, darauf sollte man sich einstellen. Erst mal oben angekommen, hat man einen gigantischen Rundumblick.
Fantastisch, wir waren alle stolz darauf, diesen Berg bezwungen zu haben. Er bietet keinerlei Schatten, was bei Sonne eine leichte Gefahr in sich birgt. Man sollte unbedingt eine Kopfbedeckung dabei haben und viel zu trinken.
Bei Regen könnte es natürlich auf den Steinen im oberen Bereich etwas rutschig werden. Da wären dann Stöcke hilfreich, bei Sonne sind sie nicht unbedingt notwendig.

Der Abstieg ging leichter als erwartet. Ich hatte die Befürchtung, daß es auf dem steilen kiesigen Untergrund schwierig wird nicht ins Rutschen zu kommen, dies war aber nicht der Fall. Leicht in die Knie gehen, einen breitbeinigen federnden Gang einlegen und runter ging es. An einem Bachlauf entlang, den wir dankend für eine kleine Abkühlung nutzten. Kurz vor dem Zieleinlauf ging es dann noch an einem Standing Stone vorbei, somit haben wir die prähistorische Geschichte auch noch mit angekratzt. Erschöpft aber glücklich ging es mit unserm Taxi zurück zum Hotel.

Ich fand es sehr schön, daß in diesem Reisepaket auch ein Besuch der vorgelagerten Insel Iona geplant war. Mit der Fähre ging es rüber auf die Insel. Bei uns kam ein leichtes karibisches Gefühl auf. Weißer Sandstrand, Türkis blaues Meer, vor uns ein Segelschiff, das gerade die Leinen los machte. Blauer Himmel und das begleitende Geschrei der Möwen. Nur die Abby passte nicht ins Bild, somit wußten wir, daß uns die Fähre doch nicht sehr weit weg von der schottischen Küste gebracht hat. Diese Wanderung führte uns erst einmal über einen Golfplatz.

Lustig sind die Schotten ja schon, wo sonst könnte man Kühe und Schafe auf einem Golfplatz sehen. An einem bizarr daliegenden Moorsee geht es dann zu der Bucht in der der St. Columba gelandet sein soll. Im Schatten eines Felsens machten wir Mittag, ein paar kühlten auch ihre Füße im Meer. Wir wollten nicht den gleichen Weg zurück gehen und entschieden uns einen in der Nähe liegenden, aufgelassenen Steinbruch zu besuchen. Von dort ging es querfeldein durchs Moor und über Mose zurück nach Baile Mór.
Dieser Weg war etwas abenteuerlich, da es eigentlich keinen richtigen Weg gibt. Das heißt, daß man durchaus auch mal bis über den Knöchel im Moor oder Wasser versank.
Ich fand es genau aus diesem Grund sehr spannend und auch lustig. Allerdings würde ich bei Regen diesen Weg nicht gehen wollen. Ich glaube ohne Gummistiefel wäre man da aufgeschmissen.


In Baile Mór gibt es genügend Möglichkeiten um bei einem Kaffee oder Tee den Nachmittag ausklingen zu lassen. Wer will kann auch die Abbey anschauen, uns war der Eintritt aber dann doch etwas zu hoch. Wir investierten lieber in unser leibliches Wohl.

Unsere letzte Wanderung auf Mull brachte uns noch einmal richtig zum Schwitzen. Nach einem abenteuerlichen Einstieg durch Moor und riesigen Farn durften wir als Bremsenfutter herhalten. Da der Farn bis an meine Schultern reichte (gut, ich bin auch nur 1,60 m groß) konnte ich nicht sehen wie viele dieser Biester sich fröhlich auf meinen Waden tummelten.

Tanzend und wild um sich schlagend sind wir fröhlich schimpfend den schmalen Weg bergan gestiegen. Wir wünschten uns alle nur ein wenig Wind, damit wir auch einmal stehen bleiben konnten um diese wunderschöne Landschaft zu bewundern.
Denn schön ist diese Wanderung. Sie führte uns auf der anderen Seite des Ben More durch ein sanft geschwungene grüne Hügellandschaft. Vor uns keine Menschenseele und nach uns auch nicht. An einem Paß kam dann auch der ersehnte Wind auf. Somit konnten wir uns bei einer Mittagspause für den Abstieg stärken. Auf der anderen Seite ging es an einem Bachlauf entlang. Ein schmaler Weg führte uns sicher durch die Graslandschaft. Einmal muß man den Bach überqueren, was bei unserer Hitzeperiode kein Problem darstellte, bei Regenwetter aber durchaus zu einer Herausforderung werden kann.

Schuhe aus, Sandalen an und rüber. Auf der anderen Seite des Baches sicher angekommen wird der Weg dann auch breiter. Am Ufer des Loch Ba durften wir uns im Schatten alter knorriger Eichenbäume ein wenig regenerieren. Mit Blick auf den tiefschwarzen See und einer vorbei ziehenden Schafherde kommt man sehr schnell ins Träumen. Es fehlte nur noch der Liegestuhl und ein kühles Bier. Doch ein paar Kilometer durften wir noch an dem See entlang spazieren um auf unseren lustigen Taxifahrer Alan zu treffen. Bei einem eiskalten Cidre haben wir diesen Tag im Garten vor unserem Hotel ausklingen lassen. Denn am nächsten Tag ging es aufs Festland zurück.

Mit viel Wehmut im Herzen hieß es Abschied nehmen von einer tollen Woche auf Mull, von wunderschönen Wanderungen, von gutem Whisky, Bier und Cidre und von sehr vielen netten Leuten im Hotel. Nicht zu vergessen, unser super Taxifahrer!

Die Fähre brachte uns zurück nach Oban. Die Menge an Menschen schockierte mich erst einmal nach der Ruhe auf Mull. Die ganze Stadt schien auf der Straße unterwegs zu sein, oder tummelte sich vor den Lokalen bei kühlen Getränken. Wochenende in Oban. Da scheint einiges los zu sein. Somit haben wir lieber einen Tisch in einem Fischlokal für uns reserviert. Der Besuch lohnte sich, es war klimatisiert und der Fisch war fangfrisch. Auch der Besuch der Oban-Destillerie lohnt sich, man bekommt sogar ein kleines Geschenk zur Erinnerung.

Die Stadt zeigt sich in ihren schönsten Farben wenn die Sonne langsam unter geht. Dann leuchten die bunten Häuser besonders intensiv. Den Sonnenuntergang genossen wir auf dem MCCaig´s Tower. Ich würde dazu ja eher sagen, daß es sich dabei um einen kleinen Nachbau des Kolosseums handelt, aber die Schotten nennen es halt Tower. Der Blick von dort auf den Hafen und den Stadtkern lohnt sich aber.

Den Abend und die Reise haben wir dann in einem der Pubs ausklingen lassen. Dieses Mal konnten wir auch etwas länger sitzen bleiben, da es am nächsten Tag ja nur zum Flughafen ging. Es war Samstag und dementsprechend munter waren die "Obaner" unterwegs. In unserem Pub hat an diesem Abend sogar eine Live-Band gespielt. Was in Oban durchaus nicht selten ist.

Zurück im Hotel durften wir in dem neu renovierten Bad eine kolossal gute Dusche genießen um dann in einem sehr guten Bett von Mull träumen.

Vielen Dank für diese wunderschöne Reise und ich hoffe ihr werdet sie weiterhin im Programm haben.

Caroline M.



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